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Schenk auf dem
Skippertreffen der CBR
Wie
jedes Jahr während der Caravan, Boot und Reise (CBR) in München wurde im
Kongresscenter das Mittelmeerforum veranstaltet. Dr.Hans Schmid, nunmehr mit 75
Lebensjahren "in die Jahre" gekommen, eröffnete das Skippertreffen,
quasi "sein Kind", blickte kurz zurück auf mehrere Jahrzehnte
ehrenamtliche Tätigkeit zu Gunsten der zahlreichen Mittelmeersegler und
übergab sodann das Kommando an Martin Muth, vormals Redakteur bei der YACHT,
also einem intimen Kenner der Szene. Langer Beifall drückte nur unvollkommen
die Anerkennung für Dr. Hans Schmid und seinem Werk aus.
Wie immer wurden vom Veranstalter instruktive
Vorträge angeboten. Peter Ciz erläuterte die neueste Situation in Kroatien mit
der üblichen Beteuerung, dass alles zu Gunsten der Fahrtensegler getan werde,
um das schöne Revier noch reizvoller zu machen. Wanda aus Italien beteuerte,
dass nunmehr endlich die Hafeneinfahrten bei Lignano durch verstärkte
Baggerarbeiten gut passierbar gemacht würden. Ein Novum war das Referat über
aktuelle Fragen des Zollrechts (Mehrwertsteuerproblematik), wobei die
gründliche Sachkenntnis der Mitarbeiter des Zoll-Service-Centers Südbayern es
ermöglichte, auch ausgefallene Fallkonstellationen zu beantworten, meist zum
Nachteil der betroffenen Segler. Wer hätte sich schon darüber Gedanken
gemacht, dass selbst Reparaturen am Schiff im Nicht-EG-Staat bei der Rückkehr
zollrechtlich erheblich ist.
Bobby
Schenk legte sich wieder einmal darauf fest, dass die Türkei das schönste
Fahrtensegel-Revier am Mittelmeer ist und wurde durch die zum Teil wütenden
Wortmeldungen zur Situation in Kroatien bestärkt: "Die ganze Küste wird
zugepflastert mit (kostenpflichtigen) Murings!" Tatsächlich erheben
Konzessionsnehmer zu Recht Gebühren, wenn eine Yacht in dem Konzessionsgebiet
(ausgewiesen durch die Eckkoordinaten) übernachtet. Ob sie hierbei die
angebotene Muring nutzt oder vor eigenem Anker liegt, spielt keine Rolle. Die
Vertreter Kroatiens, Betreiber von Marinas, trösteten mit dem Hinweis, dass der
Segler nur zahlen muss, wenn der Kassier auch wirklich eine Konzession hat.
Immerhin...
Wenn der Segler aus Deutschland nicht auf sein
eigenes Auto zur Anfahrt ins Revier angewiesen ist, sollte es doch bei diesen
Zuständen logisch sein, nach Osten, am besten in die Türkei auszuweichen.
Kurtaxe und Muringgebühr Fehlanzeige! Dafür viel Charme in den Gesichtern der
Menschen dort.
Auch
wenn die Segelwelt spürbar enger wird, sind solche Neppereien in der Südsee
noch kein Thema, wie Bobby Schenk in einem Live-Video-Vortrag auf der
Segelsportbühne einigen hundert Zuschauern erzählte. Mit Sicherheit wird der
eine oder andere danach einige Prospekte mehr von der CBR nach Hause mitgenommen
haben. Vielleicht hat er ja gleich die Unterlagen für seine zukünftige
Weltumsegelyacht in der Plastiktüte.
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