Segelyacht Aldjerinya
Reinke 11M - Stahl - Hubkiel -
Knickspant - Eigenbau

  • Länge ü.a.: 11,50 m
  • Breite: 3,15 m
  • Masthöhe: 12,50 m
  • Tiefgang (Hubkiel): 100 - 190 cm
  • Gewicht: 11 t
 
 

 
 

Vorgeschichte

Der Bau des Schiffes - ursprünglich mit Namen JAN RASMUS - wurde ca. 1988 nach den Bauplänen von REINKE begonnen. 8 lange Jahre investierte der gelernte Schiffsschlosser in die Fertigstellung seiner Reinke. 1996 war dann Stapellauf, und bis ca. 2002 segelte sein Besitzer und dessen Frau mit der JAN RASMUS auf der Nordsee (Heimathafen Bremerhaven).
Er wäre gerne noch weitere Strecken gesegelt, aber er verstarb im Jahre 2002, und somit entschloss sich seine verwitwete Frau 2 Jahre später, sich von seinem Lebenswerk zu trennen. Sie inserierte in der Bootsbörse, und so kamen wir im April 2004 zu diesem Boot.

 
 

 
 

Bootskauf

Was war uns wichtig beim Bootskauf? Hier einige Kriterien, nach denen wir gesucht haben:

  • Stahl oder Aluminium
  • mit entsprechend sinnvoller Isolierung
  • keine Ketch
  • Länge zwischen 11 und 14m
  • viel Stauraum
  • starker Diesel-Motor (mind. 50 PS)
  • Decksalon
  • möglichst feste Sprayhood
  • sicher und robust
  • praktisch, übersichtlich
  • nicht zu alt
  • gute Ausrüstung
  • Radsteuerung
  • mögl. wenig Tiefgang bzw. Hubkiel
  • günstig
 
 

 
 

Es stellen sich viele Fragen bei einem Bootskauf, besonders, wenn es sich um einen Eigenbau handelt. Deshalb baten wir einen Gutachter aus unserem Yachtclub (YFT - Yachtclub Fischereihafen Travemünde), uns hierbei zu unterstützen.
Die erste Yacht, die wir uns anschauten, ebenfalls ein Reinke Eigenbau, 14 Meter, wurde sehr günstig angeboten, und auf den ersten Blick schaute sie auch recht gut aus, allerdings stellten wir bei der 2. Besichtigung gemeinsam mit dem Gutachter fest, dass die Schweißnähte unter Spannung standen, die stake Unebenheiten im Rumpf verursachten. Mit einem speziellen Meßgerät stellten wir außerdem fest, dass die Stärke der Rumpfplatten variierten, teilweise war der Stahl unter gespachtelten Stellen nur noch wenige Millimeter dick. Das ist zwar reparabel, hätte uns aber eine Menge Zeit, Arbeit und Geld gekostet.

Die zweite interessante Bootsbesichtigung war dann schon die JAN RASMUS in Bremerhaven. Das Schiff machte auf uns einen sehr soliden und vernünftigen Eindruck, und der Gutachter bestätigte uns dies. Hier war ein Profi am Werk, der den Bau von Anfang an sehr gut und schlau durchdacht und geplant hat, die Schweißnähte sind sauber, der Rumpf ist nicht gespachtelt und weist trotzdem kaum Unebenheiten auf.
Es wurde auf Sicherheit gebaut, überall Haltegriffe, Bügel und eine rundum abgesicherte Plicht.
Hubkiel, Bugstrahlruder, Sprayhood aus Stahl, extradicke Verglasung, verstärkte Püttinge, viel Stauraum, gute elektische Ausrüstung, wenig Seeventile, ein starker Mercedes Dieselmotor, eingebauter Dieselgenerator, großer Kofferaum im Heck, Steuerrad und Badeplattform, all diese Punkte veranlassten letztendlich, uns für dieses Boot zu entscheiden.